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Redirect — Glossar

Direkte Antwort

Redirect: Ein Redirect ist eine Antwort des Servers mit einem 3xx-Statuscode, die dem Client sagt: „Diese Adresse hat jetzt eine andere.“ Ein 301 steht für einen dauerhaften Umzug, ein 302 für eine vorübergehende Umleitung. Nach einem Relaunch leitest du jede alte URL einmal auf ihr nächstes Gegenstück, damit Rankings, Backlinks und Lesezeichen erhalten bleiben.

Wichtigste Punkte

  • Dauerhaft: 301 und 308. Temporär: 302 und 307.
  • URL-Mapping ist Pflicht in jeder Migration: jede alte Adresse auf die passende neue, nicht alles auf die Startseite.
  • Ketten, Schleifen und Massenweiterleitungen vermeiden; sie kosten Crawl-Budget und Vertrauen.
  • Nach Go-Live: Stichproben, Search Console, Server-Logs.

— Steve Baka

Aktualisiert: · Autor: Steve Baka

Was ist ein Redirect?

Wenn ein Browser eine URL anfragt, antwortet der Server normalerweise mit dem Inhalt (Status 200). Bei einem Redirect antwortet er stattdessen mit einem Statuscode zwischen 300 und 399 und einem Location-Header, der die neue Adresse nennt. Der Client folgt dieser Angabe automatisch und fragt die neue URL an. Für Besucher passiert das in Millisekunden und meist unbemerkt.

Für Suchmaschinen trägt der Statuscode eine Aussage. Mit 301 und 308 sagst du: Der Inhalt ist dauerhaft umgezogen, die neue URL soll als Hauptadresse gelten und die alten Signale erben. Mit 302 und 307 behauptest du, der Umzug sei temporär. Google behält dann tendenziell die alte URL im Index. Weniger geeignet sind Meta-Refresh oder JavaScript-Weiterleitungen: Sie funktionieren, sind aber für Crawler weniger eindeutig.

Wann brauchst du Redirects?

  • Relaunch oder Migration: Neue URL-Struktur, neues CMS, siehe WordPress-Migration und Content-Migration.
  • Domainwechsel oder HTTPS: Alte Domain oder HTTP-Variante auf die kanonische Adresse leiten.
  • Zusammenlegen von Seiten: Mehrere dünne Inhalte werden zu einem starken.
  • Umbenannte Seiten: Slug ändert sich, die alte Adresse soll weiter funktionieren.
  • Varianten bereinigen: www gegen ohne www, Schrägstrich am Ende, Großschreibung.

Die Canonical-Angabe ersetzt Redirects nicht: Sie ist ein Hinweis, der Redirect eine harte Anweisung. Nutze beides konsistent.

Wie baust du ein sauberes URL-Mapping?

  1. Inventar: Alle bekannten URLs aus Sitemap, Crawl, Search Console und Backlink-Daten sammeln.
  2. Zielzuordnung: Pro alter URL das inhaltlich nächste Ziel bestimmen. Gibt es keines, ist ein 410 ehrlicher als eine Weiterleitung auf die Startseite.
  3. Ein Hop: Alt → Neu direkt, keine Kette über Zwischenstationen.
  4. Umsetzen: In Server- oder Framework-Konfiguration, nicht per Plugin-Wildwuchs.
  5. Aufräumen: Interne Links, Sitemap und Canonicals auf die neuen URLs umstellen.
  6. Prüfen: Stichproben mit Header-Tools, Fehlerberichte in der Search Console beobachten, Logs auswerten.

Google empfiehlt, permanente Weiterleitungen mindestens ein Jahr aktiv zu lassen; Backlinks bleiben oft länger bestehen.

Welche Fehler kosten Rankings?

  • Alles auf die Startseite leiten — wirkt wie Soft 404.
  • Weiterleitungsketten über drei oder mehr Stationen.
  • Schleifen, etwa durch gegenläufige HTTPS- und www-Regeln.
  • 302 statt 301 beim dauerhaften Umzug.
  • Redirects nur für die Hauptseiten, Blog- und Bildadressen fehlen.
  • Vergessen, die Sitemap zu aktualisieren, sodass sie alte URLs weiter nennt.

Redirects bei Modern Stack

Das Mapping beginnt im Inventar und ist Teil jeder Migration: Wir ordnen jede relevante URL zu, setzen 301-Regeln im Code und prüfen nach dem Cutover mit Stichproben und Search Console. So vermeiden wir die typischen Einbrüche, die Betriebe nach einem schlecht geplanten Relaunch erleben. Vertiefung unter Rankingverlust vermeiden und Technical SEO Basis.

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Quellen

Häufige Fragen

301 oder 302 — was nehme ich?

Für dauerhafte Umzüge 301 (oder 308). 302 und 307 sind für temporäre Fälle gedacht, etwa Wartung oder Tests. Google behandelt temporäre Weiterleitungen schwächer und lässt die alte URL länger im Index.

Was passiert ohne Redirects nach einem Relaunch?

Alte Adressen liefern 404. Backlinks laufen ins Leere, Rankings brechen ein, Bestandskunden mit Lesezeichen landen auf Fehlerseiten. Der Rankingverlust ist meist größer als der Aufwand für das Mapping.

Darf ich alle alten URLs auf die Startseite leiten?

Nein. Google wertet solche Massenweiterleitungen oft als Soft 404, weil der Inhalt nicht zum Ziel passt. Leite jede URL auf die inhaltlich nächste Seite oder lass sie bewusst 410 liefern.

Weiterlesen

  • Content-Migration

    Ablauf der Inhaltsübernahme: Audit, Export, URL-Mapping, Redirects, Go-Live — Texte und Medien behalten, Stack erneuern, Rankings schützen.

  • WordPress-Migration

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  • Rankingverlust bei Migration vermeiden

    Rankingverluste lassen sich nicht pauschal ausschließen, aber ihr Risiko wird mit URL-Inventar, 301-Redirects, unveränderten Suchintentionen, korrekten Canonicals und engmaschigem Monitoring deutlich reduziert.

  • Technical SEO

    Technical SEO ist der Teil der Suchmaschinenoptimierung, der sicherstellt, dass Crawler eine Webseite abrufen, rendern und indexieren können: Statuscodes, robots.txt, Sitemap, Canonicals, Performance, mobile Nutzbarkeit und strukturierte Daten.

  • Soft 404

    Eine Soft-404 ist eine Seite, die dem Browser HTTP 200 meldet, inhaltlich aber „nicht gefunden“, leer oder wertlos ist. Suchmaschinen erkennen sie heuristisch und behandeln sie nicht als echte Seite.

  • Canonical

    Das Canonical-Tag (rel="canonical") nennt Suchmaschinen die bevorzugte URL einer Seite, wenn derselbe oder sehr ähnlicher Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist. Es bündelt Signale auf eine Adresse und ist nach Migrationen entscheidend.

  • Technical-SEO-Basis

    Crawlability, Canonicals, Sitemap, robots.txt, Performance und strukturierte Daten als Lieferumfang der Migration — plus IndexNow und Redirect-Hygiene.

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